Jugendgruppe Höltinghausen – Die ersten Jahre

Nachdem es Anfang der Siebziger Jahre still um die Landjugend Höltinghausen geworden war, fand am 27. März 1973 eine Generalversammlung im Jugendheim Höltinghausen statt. Die Einladung erfolgte damals über den Pfarrbrief und über Flugblätter.

Zunächst entbrannte eine lange Diskussion über den Vereinsnamen. Man einigte sich auf „Jugendgruppe Höltinghausen“. Dieser Name sollte eine breitere Schicht der Jugendlichen ansprechen (auch Siedlung/Bahnhof; andere Konfessionen).

Bei der anschließenden Vorstandswahl wurde Heinz Janßen zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreter wurden Marianne Blömer und Josef Holstermann. Schriftführer wurde Aloys Pöhler. Bernd Sieverding wurde in seinem Amt als Kassenführer bestätigt.

In der folgenden Zeit gab es neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen immer wieder auch Mitgliederversammlungen, um alle Teilnehmer an weiteren Planungen teilhaben zu lassen. Es wurden Arbeitsgemeinschaften und Ausschüsse gebildet, die die vielen Aktivitäten in dieser Zeit planten und durchführten. So wurden Gottesdienste geplant, regelmäßige Jugendtänze mit der eigenen Diskothek „Sumus Pro“ veranstaltet und 2tägige Ausflüge zu anderen Jugendgruppen durchgeführt.

Der erste gemeinsame Ausflug  führte die Höltinghauser Jugendlichen zur KJG nach Wadersloh. Hier nahmen die Jugendlichen an einem Fußballturnier teil, wurde der Gottesdienst besucht und natürlich ist viel gefeiert worden. Der Frühschoppen am Abreisetag durfte natürlich auch nicht fehlen.

 

Weitere Veranstaltungen waren Kegelabende, Maigang, Theaterbesuche, Filmabende, Firmenbesichtigungen (Deuka, Kalksandsteinwerk, Landesbereitschaftspolizei etc.). Auch politische Diskussionsabende fanden statt. Hier waren die Themen u.a. Bevölkerungsexplosion, Wehrdienstverweigerung, Konsumwelt u. Volljährigkeit mit 18.

Wie in den Jahren zuvor organisierten die Jugendlichen auch weiterhin den Höltinghauser Ernteball. Es gab immer eine Tombola, Sketche wurden aufgeführt und die am Tage davor aufgesetzte Bowle ließ immer gute Stimmung aufkommen.

 

Josef Holstermann, Marianne Blömer und Reinhold Roski bei einem Sketch während des Ernteballs.

 

 

 

Sehr erfolgreich war die Teilnahme an den Quizwettbewerben auf Dekanats- und Bezirksebene.

Die erfolgreiche Quizmannschaft

stehend: Heinz Janßen, Bernd Preuth, Elisabeth Blömer,  Marianne Blömer, Alfons Laing, Hans Thie         sitzend: Aloys Pöhler, Hennes Zurhake, Bernd Kalvelage.

 

 

Gleich im ersten Jahr der Neugründung fand die Eröffnung des Jugendkellers statt. Viele Jugendliche beteiligten sich an den Arbeiten und noch heute wird der Keller (damals auch Neandertal genannt) von den Höltinghauser Jugendlichen genutzt.

Auch noch heute organisieren die Höltinghauser Jugendlichen den Nikolausbesuch in den Familien. Vor 40 Jahren begann die Jugendgruppe mit der Organisation dieses alten Brauches. Zuvor hatten Privatpersonen den Nikolaus organisiert.

Hier Franz-Josef Emke mit seinen Engeln (wahrscheinlich 1974).

 

 

 

 

 

 

Auch eine eigene kritische Zeitung wurde herausgegeben. Der „Fußpilz“ setzte sich mit verschiedenen Themen auseinander, die teilweise zu heftigen Diskussionen im Ort führten. Leider blieb es bei nur einer Ausgabe, die aber immerhin in einer Auflage von 200 Zeitungen verkauft wurde (Stückpreis: 50 Pfennig).

Sehr viel Unterstützung bekam die Jugendgruppe während dieser Zeit von Pastor Hermann Böhmer, der oft auch eine andere Meinung als viele Jugendlichen hatte, aber immer wieder große Toleranz zeigte. Ihm war es eine Herzensangelegenheit, die Höltinghauser Jugendlichen zu unterstützen. Er nahm häufig an Vorstandssitzungen teil. Ein großes Anliegen waren ihm die Jugendgottesdienste, auch wenn diese teilweise sehr kritisch von einigen Gottesdienstbesuchern beurteilt wurden.

Es gäbe an dieser Stelle sicher noch vieles aus dieser Zeit zu berichten. Wer Interesse hat, mehr zu erfahren, sollte sich die „Jubiläums“veranstaltung am 16. Juni im Park der Baumschule Pöhler schon mal im Kalender vormerken.

 

 

 

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