Freizeitradler auf Besichtigungstour

Zu einer Besichtigungstour trafen sich jetzt wieder die Höltinghauser Freizeitradler. Ziel war die Großbäckerei Behrens-Meyer in Garrel. Unter der bewährten Leitung von Franz-Josef Zurhake begaben sich 29 RadlerInnen bei schönem Wetter auf den Weg. Die Strecke wurde im Vorfeld schon so ausgesucht, dass nur wenig Autoverkehr zu erwarten war. In Garrel angekommen wurde die Gruppe zunächst von Herrn Bernhard Meyer begrüßt. Es erfolgte eine Aufteilung in 2 Gruppen. Während Herr Meyer bei Kaffee und Kuchen einen Einblick in die Firmengeschichte sowie in die aktuelle Firmensituation gab, begab sich die andere Gruppe in die Produktionshallen und erfuhr unter Leitung von Herrn Meyer-Diers einiges Wissenswertes zu den Betriebsabläufen in der Großbäckerei.                                                                               

In dritter Generation führt Bernhard Meyer die Firma. Schon als 20jähriger Konditorlehrling musste er mit seiner Mutter die Firma leiten, mit 22 Jahren legte er die Meisterprüfung ab. Heute werden 85 Filialen von der Firma betrieben, darunter viele Cafes. Die Brot- und Backwaren werden in einem Umkreis von bis zu 70 Kilometern vertrieben. Damit gehört die Bäckerei Behrens-Meyer zu den größten Familienbetrieben des Handwerks in Norddeutschland. 2,5 Millionen Kilogramm Mehl im Jahr, bis zu 40000 Brötchen und 4000 Brote am Tag – Zahlen, die die Teilnehmer zum Staunen brachten.

Jeder Auslieferungsfahrer beliefert ca. 5 Filialen am Tag. Die Arbeit findet überwiegend in den frühen Morgenstunden statt, damit die Filialen zu den Öffnungszeiten mit frischen Backwaren versorgt sind.

Bevor es wieder auf die Fahrräder ging, gab es abschließend für alle Teilnehmer ein kleines Überraschungsgeschenk.

Die Touren der Freizeitradler finden an jedem 3. Mittwoch im Monat statt. Informationen dazu gibt es bei Franz-Josef Zurhake (04473-2975). Teilnehmen kann jeder. Anmeldungen sind erforderlich.

Zeitensprung 18

Nachrichten für Stadt und Land

12.1.1893

Cloppenburg, 10.Jan. Zwei Spitzbuben festgenommen. Gestern hatten sich zwei Handwerksburschen in Höltinghausen güthlich gethan, reichlich gezecht und mit vielem Geld herumgeworfen. Dem expedierenden Bahnwärter fiel dies auf und als die beiden Kumpane bei ihrem Zechlelage eingeschlafen waren, hatte dieser nichts eiligeres zu thun, als nach Ahlhorn und Cloppenburg zu telegraphieren und die Gendamerie zu benachrichtigen. Diese waren dann auch rasch zur Stelle. Das Erwachen war wohl kein angenehmes für die beiden Zechbrüder. Bei der von den Gendarmen vorgenommenen körperlichen Untersuchung fanden sich bei ihnen 4500 Mk. vor, über deren Erwerb sie sich nicht ausweisen konnten und deshalb ihre Überführung nach Cloppenburg ins Gefängnis stattfand. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß man es hier mit zwei gefährlichen Spitzbuben zu tun hat.

Werder-Eck Lohne spendet 500,- Euro für Jugendarbeit des SV Höltinghausen

Peter Müller-Maibaum (hinten links) vom „Werder-Eck Lohne“ überbrachte einen Scheck in Höhe von 500,- Euro an SVH-Vorsitzenden Josef Wendeln (hinten rechts) sowie 10 Fußbälle an die Nachwuchskicker der G-Jugend.

Der Sportverein Höltinghausen hat kürzlich eine Spende in Höhe von 500,- Euro vom „Werder-Eck Lohne“ bekommen. Wegen Terminüberschneidungen konnte Peter Müller-Maibaum vom „Werder Eck“ nicht am Galaabend zum „100+2-Jubiläum“ des SVH teilnehmen und hat den entsprechenden Scheck daher ein paar Tage vorher an den Vereinsvorsitzenden Josef Wendeln überreicht. Darüberhinaus hatte Müller-Maibaum noch 10 Fußbälle – einen für jedes Jahrzehnt seit der Vereinsgründung im Jahre 1920 – dabei. Diese wurden freudestrahlend von den G-Jugend-Kickern entgegengenommen.

Das „Werder-Eck Lohne“ engagiert sich bereits seit vielen Jahren für den Fußball-Nachwuchs im Oldenburger Münsterland – hier insbesondere auch beim alljährlichen „OM-Cup“ der E-Jugend. Müller-Maibaum, der aus Emstek stammt, lobte in seiner kleinen Ansprache die tolle Jugendarbeit beim SVH und meinte hier insbesondere alle Trainer und Betreuer, ohne die eine Nachwuchsarbeit im Verein nicht funktionieren würde.

SV Höltinghausen feiert „100+2 Jubiläum“ mit großem Galaabend

Am 23. Juli war in Höltinghausen richtig Stimmung angesagt: Der örtliche Sportverein hat an diesem Tag – mit zweijähriger „Corona-Verspätung“ – unter dem Motto „Tradition hat einen Namen“ mit einem Galaabend sein 100 jähriges Bestehen im großen Festzelt auf dem Sportgelände gefeiert. Die Organisatoren hatten das Zelt in den grün-weißen Vereinsfarben des SVH geschmückt und unter anderem auf allen Tischen alte Fotos aus den unterschiedlichen Epochen der langjährigen Vereinsgeschichte ausgestellt. Das sorgte bei den zahlreichen Gästen – erfreulicherweise waren auch etliche „Ex-Hölker“ zu diesen Feierlichkeiten gekommen – natürlich für viel witzigen Gesprächsstoff und so manche Anekdote aus der „guten alten Zeit“.

Dr. Franz Stuke, Vorsitzender des Kreissportbundes, lobte in seinem Grußwort die tolle Arbeit, die beim SV Höltinghausen geleistet wird.

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Josef Wendeln gab es zunächst Grußworte vom stellvertretenden Bürgermeister Johannes Kalvelage und Dr. Franz Stuke, dem Vorsitzenden des Kreissportbundes, der neben vielen lobenden Worten über die tolle Arbeit, die beim SVH durch die Ehrenamtlichen geleistet wird, auch noch ein Präsent für den Verein dabei hatte. Anschließend berichtete Jochen Hochartz über die Entstehung der „SVH-Chronik“: Quasi aus dem Nichts hat das Chronikteam
seinerzeit in mehrjähriger Arbeit ein wahres Meisterwerk mit über 800 Seiten erstellt, in dem sehr viele interessante Geschichten und Fotos von der Gründung des SVH bis in die heutige Zeit zu finden sind.

Zahlreiche Gäste waren zum „Jubiläums-Galaabend“ des SV Höltinghausen
gekommen.

Nach dem offiziellen Teil sorgte der anwesende DJ für ordentlich Stimmung im Zelt sowie auf der Tanzfläche und somit feierten alle Gäste – egal ob Jung oder Alt – ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden „100+2 Jahre SVH“.

Zeitensprung 17

Nachrichten für Stadt und Amt Elsfleth

22.4.1884

Cloppenburg. Am 21. d.M., Nachmittags 6 Uhr, ist die 3jährige Tochter des Heuermanns J.H.K. zu Höltinghausen im elterlichen Hause in das brennende Feuer der offenen Herdstätte gerathen, während die Mutter auf einen Augenblick das Haus verlassen hatte, um Heu aus der Scheune zu holen. Als die Mutter zurückgekommen, haben die Kleider des Kindes schon in hellen Flammen gestanden und ist dieselbe an den erhaltenen Brandwunden in der folgenden Nacht gestorben. Die Mutter hat beim Löschen der brennenden Kleider ebenfalls erhebliche Brandwunden an den Händen erhalten.

Tolle Kulisse beim „Jahrhundertfinale“

Pfingstsamstag fand bei herrlichem Sommerwetter und einer imposanten Kulisse von über 1000 Zuschauern auf der Anlage des SV Höltinghausen das diesjährige Kreispokal-Endspiel statt. Dabei standen sich im so genannten „Jahrhundertfinale“ in einem reinen Gemeinde-Duell der gastgebende SVH und der BV Bühren gegenüber. Beide Vereine feiern demnächst – coronabedingt leider erst mit Verspätung – ihr 100-jähriges Bestehen: Der SV Höltinghausen wurde im Jahr 1920 gegründet, der BV Bühren ein Jahr später. Passend zu den bevorstehenden Feierlichkeiten hätten sich daher beide Teams gerne den „Pott“ geholt, letztendlich wurden die Gäste aus Bühren allerdings ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen knapp mit 3:1 Toren. Die junge Truppe des SVH hat dennoch ein starkes Spiel abgeliefert und wurde dementsprechend lautstark von den
grün-weißen Fans angefeuert und gefeiert.

Außerhalb des Platzes wurde den Zuschauern natürlich auch noch so einiges geboten: Beispielsweise haben vor Beginn des Spiels die Musikvereine aus beiden Orten gemeinsam auf dem Platz einige Lieder gespielt, unter anderem die Fußball-Hymne „You´ll never walk alone“. Für die jüngsten Besucher war eine Hüpfburg aufgebaut und bei einem Tipp-Spiel gab es ein Trikot des aus Bühren stammenden Profi-Fußballers Oliver Hüsing zu gewinnen.