Zeitensprung 16

Nachrichten für Stadt und Amt Elsfleth

2.11.1889

Vechta, 29. Oct.. Heute Morgen kam der Arbeiter W. aus Höltinghausen bei Cloppenburg gebürtig und erst 21 Jahre alt, welcher beim Dampfpflug beschäftigt war, auf eine grausame Weise zu Tode. Als nämlich die Maschine eine kleine Strecke vorwärts fahren mußte, was jedesmal geschehen muß, wenn ein Stück von Maschinenlänge umgepflügt ist, hatte W. etwas an der Walze zu schaffen, weil das Drahtseil, welches sich beim pflügen auf- und abwickelt, losgegangen war. Er sprang von der Maschine, kam aber, weil ein Tannenstrauch im Wege stand, ins Stolpern und fiel dabei so unglücklich, daß er unter das Hinterrad von der Maschine kam, welches ihn dann über die Brust hinweg ging und diese zermalmte. Das Nothgericht war zur Stelle, um die nötige Untersuchung einzuleiten. Nach der Instruction soll Niemand während der Fahrt neben der Maschine hergehen, und auch nicht davon abspringen.

Zeitensprung 15

Nachrichten für Stadt und Land

1.4.1884

Der Handelsmann J.H.J. M. zu Höltinghausen war am 6. Febr. d. J. vom Schöffengericht in eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen verurtheilt, weil derselbe überführt erachtet worden, anfangs September v. J. ein Reh, von dem er wußte, daß es mittels einer strafbaren Handlung, nämlich eines Jagdvergehens erlangt war, seines Vortheils wegen angekauft zu haben. Vergehen gegen §259 des St.G.B. Der Angeklagte hatte gegen solches Urtheil Berufung eingelegt, allein diese wurde verworfen.

Zeitensprung 14

Nachrichten für Stadt und Land

27.5.1880

Der Dampfflug arbeitet augenblicklich im Felde zwischen Höltinghausen und Ahlhorn, in nächster Nähe der Eisenbahn. In dem in verflossenen Sommer umgebrochenen Haidboden sind schon ganz ansehnliche Anpflanzungen vorgenommen worden. Es freut uns, daß man dabei auf Laubholz Bedacht genommen, eine Vermehrung von Laubholzwaldungen würde für unsere Gegend von wohlthätigen Einflusse sein. Sollte es mit den bösen Nachtfrösten nicht besser werden, wenn mehr Laubholz gepflanzt und das vorhandene geschützt würde? Wo sind die mit Holz bestandenen Wälle geblieben, die dem Auge früher einen so angenehmen Ruhepunkt boten? Mit der Entfernung derselben sind die Bäche wasserarm, ist manche Gegend öde und langweilig geworden und zudem hat die Zahl der gefiederten Sänger, die sonst in dem dichten Strauchwerk der Wallhecken ihre Nester bauten, bedeutend abgenommen.    😆 

Handball-Training anders II

Nutze die Chance, denn du hast eine!

Zum zweiten Mal trafen sich Handballspielerinnen der B-Jugend des SVH zu einem besonderen Training. Wieder ging es um Selbstverteidigung. Was mache ich, wenn ich angegriffen werde? Kann ich mich wehren und habe ich eine Chance? Am Ende des zweiten Teils des Lehrgangs kannten die Mädchen die Antwort: JA! Unter der Anleitung von Jörg Kramer und Laura Bröring lernten 14 junge Frauen worauf es ankommt, um sexistisches Betatschen und körperliche Angriffe abzuwehren. Der Förderverein Jugendhandball und die Bürgerstiftung Emstek unterstützten die Übungsvormittage, die am 11. Dezember und 26. Februar in Emstek stattfanden, finanziell. Das Thema war nicht lustig, aber trotzdem machte es Spaß, in praktischen Übungen die Wirksamkeit der Verteidigung auszuprobieren. Heike Kulessa warb bei den Eltern der Spielerinnen für den Beitritt zum Förderverein, damit auch in Zukunft Aktionen wie diese mit Hilfe des Fördervereins stattfinden können.

Zeitensprung 13

Nachrichten für Stadt und Land

21.11.1913

Höltinghausen, 21. Nov. Die Verhaftung eines Arbeiters der Kalksandsteinfabrik in Höltinghausen verursachte eine Reihe von Vernehmungen. Wie bereits bemerkt, wird die Verhaftung in Zusammenhang gebracht mit dem Tode eines Arbeiters H., der vor etwa einem Jahre in Höltinghausen tot aufgefunden wurde, und, wie damals allgemein verlautete, durch Selbstmord (Erschießen) geendet haben sollte. Nunmehr heißt es, daß der Tod keineswegs ein freiwilliger war. Wenn das Gerücht sich bewahrheitet, sollen außer dem Verhafteten noch weitere Personen in Frage kommen, die von der Todesursache näheres wissen und deren Vernehmungen bereits erfolgt sind. Die Sache ist durch eine anonyme Anzeige dem Gericht zur Kenntnis gebracht worden.

Zeitensprung 12

Volksblatt  –  Tageszeitung der Sozialdemokratischen Partei für Oldenburg und Ostfriesland

5.3.1931    Täglich 12 Stunden Arbeitszeit!

Aus Gewerkschaftskreisen erhielten wir folgende Zuschrift. Aus Höltinghausen im schwarzen Münsterlande wird uns folgende, in heutiger Zeit ganz unglaubliches Vorkommnis mitgeteilt: Die Firma Gebrüder Brinkmann Schnapsbrennerei und Likörfabrik und demnächst auch noch Bierbrauerei, hat als eine besondere Abteilung auch eine Kalksandsteinfabrik in Betrieb. In einer Zeit der größten wirtschaftlichen Not, wo alle Welt sich den Kopf zerbricht, wie es möglich ist, Arbeitsgelegenheiten zu schaffen, um den hungernden und darbenden Menschen Arbeit und Verdienst und damit Brot zu geben, bringt es der Inhaber dieser Firma, Herr Dr. Paul Brinkmann, fertig, einfach anzuordnen, daß ab Mittwoch, den 25. Februar, täglich 12 Stunden gearbeitet werden soll. Die Belegschaft wurde mit der Drohung der Entlassung gezwungen, einen Revers zu unterschreiben, daß sie mit der täglichen 12stündigen Arbeitszeit und mit einem Lohnabbau von für ledige Arbeiter von 70 Pf. auf 60 Pf. bzw. von 60 Pf. auf 50 Pf. und für Verheiratete von 70 Pf. auf 65 Pf. bzw. von 60 Pf. auf 55 Pf. einverstanden sei. Dabei muß man die Arbeit in einer Kalksandsteinfabrik kennen, um zu wissen, daß eine mörderische Arbeit 12 Stunden am Tag gar nicht auszuhalten ist. Die gesetzlichen Bestimmungen der Arbeitszeitordnung sind für die Firma Brinkmann anscheinend nicht vorhanden, denn selbst das Eingreifen des Gewerbeamts durch den Herrn Gewerberat Walter hat zu irgendeinem Erfolg nicht geführt. Was schieren die Firma Brinkmann die gesetzlichen Bestimmungen, was die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Arbeiter, wenn sie nur ihren Profit hat. Die organisierte Arbeiterschaft ist der Firma ein Dorn im Auge und duldet sie diese in den Betrieben nicht, die ist ihr höchstens gut genug, die Erzeugnisse ihrer Schnaps- und Likörfabrik und demnächst auch die der neuerbauten Bierbrauerei zu verkomsumieren.

„Dreikönigssingen“ im 19. Jahrhundert

Am heutigen Samstag ab 15 Uhr sind die Sternsinger in den einzelnen Wohngebieten in Höltinghausen unterwegs und bringen ihren Segen zu den Menschen.

Dieser schon sehr alte Brauch wurde schon in der alten Chronik der Gemeinde Emstek aus dem Jahre 1899 (Landesbibliothek Oldenburg) beschrieben. Hier dazu einige Textausschnitte (vergrößern durch anklicken):

Frohe Weihnachten

 

                                                     Das Internetteam

                               wünscht Euch ein schönes Weihnachtsfest

                                           und ruhige, besinnliche Tage.

 

Alles was du brauchst ist Hoffnung und Kraft. Die Hoffnung, dass alles irgendwann besser wird und die Kraft bis dahin durchzuhalten.

 

 

 

 

Handball – Training einmal anders

Training einmal anders: Ich suche mir, was ich greifen kann!

Am Samstag, den 11. Dezember, trafen sich die Handballspielerinnen der B-Jugend zu einem besonderen Training. Es ging zwar auch um Abwehr und Angriff, aber es hatte nichts mit Toren und Wurftechniken zu tun. Selbstverteidigung stand auf dem Programm. Die Selbstverteidigungslehrer:innen Jörg Kramer und Laura Bröring zeigten den 17 Teilnehmerinnen, wie sie sich beispielsweise aus brenzligen Situation in der Disco oder auf dem Heimweg nach einer Party befreien können. Ganz nach dem Motto „Reaktion des Angreifers ausnutzen“ wurden der Mannschaft Möglichkeiten demonstriert, sich zu wehren. Ausprobieren und üben ist wichtiger als die theoretischen Grundlagen. In Partnerübungen erfuhren die Spielerinnen, wie der lautstarke Einsatz der Stimme kombiniert mit gezielten Griffen Wirkung erzielen kann. Es gibt nie die eine Lösung, die für jede gilt. Aber es gibt eigentlich immer die Option, sich zu wehren! Organisiert von Heike Kulessa und mit finanzieller Unterstützung des Förderverein Jugendhandball und der Bürgerstiftung Emstek erlebte die weibliche B-Jugend einen beeindruckenden Vormittag, bei dem der Spaß trotz des ernsten Themas auf keinen Fall zu kurz kam. Im Februar findet der zweite Teil des Kurses statt, denn auch hier führt das Üben genauso zum Erfolg wie das Handballtraining